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01.12.2011
Kategorie: Verkehrsrecht, Unfallrecht

Die Last mit dem Unfallersatztarif

Ärger mit dem Mietwagen nach dem Unfall


Bei einem Verkehrsunfall ist der Geschädigte oft in der misslichen Situation, dass sein geliebtes Auto keinen Meter mehr fährt, er aber dennoch auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen ist. Also geht er los und mietet sich ein Ersatzfahrzeug. Und hier gehen die Probleme los.

Was viele nicht wissen: Die meisten Mietwagenfirmen bieten Mietwagen für Unfallgeschädigte nach dem so genannten Unfallersatztarif an. Dieser übersteigt den Normaltarif meist um das 2- bis 3–fache. Ganz nach dem Motto: Die gegnerische Haftpflichtversicherung wird es schon zahlen.

Bis vor einiger Zeit war das auch so. Vor 2 Jahren änderte der BGH seine Rechtsprechung jedoch und stellte fest, dass der Unfallersatztarif nur dann von der Haftpflichtversicherung des Gegners gezahlt werden muss, wenn die Anmietung des Mietwagens aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten objektiv erforderlich war. Dies sei nur der Fall, wenn die Mehrleistungen der Vermieter (z. B. Verzicht auf Vorschusszahlung) eine so drastische Erhöhung der Mietwagenkosten rechtfertigen.

Bisher haben sich die Mietwagenfirmen damit schwer getan, diesen Beweis anzutreten. Die Rechtsprechung zu dem Thema ist aber noch im Fluss. Für die Praxis nur folgende Hinweise, wobei diese den anwaltlichen Rat im konkreten Fall nicht ersetzen können:

- Die Mietwagenfirma muss darauf hinweisen, dass die Haftpflichtversicherung Kosten nach dem Unfallersatztarif möglicherweise nicht ersetzt. Tut sie das nicht, kann sie sich gegenüber dem Kunden schadensersatzpflichtig machen.

- Bekommt man diesen Hinweis, sollte man sich nach mehreren (3 bis 4) Vergleichsangeboten umsehen und das billigste auswählen, weil man ansonsten eventuell auf einem Teil der Mietwagenkosten sitzen bleibt.

Magnus von Treyer
Rechtsanwalt


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